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Hej hej,
Lang lang ists her seitdem ich mich wieder gemeldet hab. Nun ists wieder soweit. Ich bericht euch heut von meinem wohl eindrücklichsten und faszinierendsten Trip seitdem ich hier bin. Einer der schönsten Plätze der Erde auf dem ich bisher war.
Mit einigen Studenten von der KTH machten wir uns auf die Reise nach Kiruna. Kiruna liegt in Nordschweden im Lappland ca 1200 km nördlich von Stockholm.
Nach ca. 1,5 h Flug mit der Norwegian landeten wir in einem kleinen Flughafen in Kiruna. Klein heißt 3 Flieger pro Tag.

Wir wohnten in einem Bungalow mit 9 Personen in einem Camp mit 7-8 solchen Bungalows und mussten uns selbst versorgen.... Für 9 Leute kommt für 5 Tage schon so einiges zusammen...

Eine weitere Gruppe mit ebensfalls 9 Leuten bewohnte das Bungalow direkt neben uns... Das war unsere Runde samt Einkäufen direkt am Marktplatz in Kiruna...

Dank hervoragender Information von einigen Kollegen buchten wir von vorne herein das Bungalow mit der besten Lage. 300 m entfernt von der Sauna und direkt im Zentrum des Camps.

Kaum angekommen wurden wir gleich aktiv. 300m entfernt von unserer genialen Unterkunft lag ein See. Equipment zum Eisfischen fanden wir im Bungalow. Da nutzten wir die letzten Sonnenstrahlen doch direkt gleich mal aus...
Loch muss natürlich von selbst gebohrt werden, versteht sich:


Direkt am See stand auch eine Sauna... die wir jeden Abend benutzen. Diese wurde durch einen kleinen Holzofen aufgewärmt. Holz musste zuvor aus dem Wald geholt werden und gehackt werden. In der Sauna war auch eine Luke direkt in das eisige Seewasser.... Echt erfrischend!


Tags darauf machten wir unseren ersten Trip. Wir waagten uns auf Schneemobile. Traumhaftes Wetter erwartete uns...

Anfangs etwas unsicher - machte es mit der Zeit immer mehr und mehr Spass. Schlussendlich waren wir so begeistert das keiner mehr die Gefährte hergeben wollte und lieber mit an die 100 km/h durch die Wälder und über die Seen zu rauschen. Da in Schweden das "Allemansrätt" (Jedermannsrecht) gilt stimmt das auch Wort wörtlich. Theoretisch kann man hinfahren und durchfahren wo man will.


Unser Ziel führte aber zu einem weiteren Highlight... dem Icehotel.
Neben Sesseln....

... WCs...

... einer Bar...

... mit Gläsern aus Eis...

... gab es natürlich auch enorm viele Zimmer mit Bett aus Eis. Eine Nacht kostet in einem Standardraum ungefähr 120 € pro Person. Für etwas gehobenere Zimmer wie die hier gezeigten löhnt man weit weit mehr. Tagsüber ist das Hotel für Besucher wie wir es waren geöffnet...


Auch eine Kirche hatte das Icehotel. Angeblich lassen sich hier täglich mehrere Paare trauen...

Nach der genialen Rückfahrt und einer schmerzhaften Trennung mit unserem liebgewonnen Lieblingsspielzeug preparierte die Camp-Besitzerin Miriam für uns alle eine Spezialität aus dem Lappland. Renntierfleisch mit Kartoffeln und Preiselbeeren. Schmeckt echt gut...


Als ich mir danach in der nahegelegen Sauna in der zuvor erwähnten Luke in den See die Hände waschen wollte passierte mir ein Unglück. Meine Kamera rutschte aus meiner Hemdtasche, durchschlug die ca. 1cm dicke Eisschicht und versank im See. Ich sah sie am Boden funkeln überlegte nicht lange - riss mir sämtliche Winterkleider so schnell es ging vom Leib und sprang hinterher. Beim zweiten Tauchgang im dunklen Eiswasser konnte ich die Kamera erfolgreich bergen....

Nach einer Woche Trocknungszeit lies sie sich - Gott sei Dank - wieder normal einschalten ;-)
War ein Erlebnis ohne Sauna in das kalte Wasser zu springen. Hat sich aber gelohnt.
Abends waren wir glücklich und konnten eines der bekannten und unglaublich schönen Nordlichter sehen. Ein Kollege hatte eine Top-Kamera mit Stativ und schaffte mit 10min Belichtungszeit folgendes Bild... Ein unglaubliches Farbenspiel das am Bild leider nur halb so schön rüber kommt...

Tags darauf machten wir unseren zweiten Trip. Wir durften unseren eigenen Hundeschlitten quer durch die Wälder lenken. Ein unglaubliches Erlebnis.

Mit bis zu 30km/h fuhren wir durch die Wälder...

Irgendwo im nirgendwo machten wir in einem Wigwam eine Rast und unser Guide preparierte uns eine Lachssuppe auf offenen Feuer. War interessant von einem Einheimischen bei einem Lagerfeuer Geschichten übers Lappland und den Hundeschlittensport (er selbst is mehrfacher Skandinavischer Meister) zu erfahren.

Obwohl der Temperaturunterschied zwischen unserem Wohnzimmer im Bungalow und der wunderschönen Natur Nordschwedens sehr hoch war...

.... ließen wir uns es nicht nehmen an unserem letzten Abend ein bischen zu Feiern. Noch dazu feierte eine Kollegin ihren Geburtstag an diesem Tag. Einige feierten so lang das sie auch den Sonnenaufgang noch erlebten...

Ein genialer Ausflug in eine geniale Landschaft mit zwei wundervollen Trips. Ein super Erlebnis!
Gebt mir mein Schneeeeeeemobil zurück!!!!!!
Bis bald,
Manuel
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